Mitsegeln im Frühjahr: 14 Tage Athen - Athen.

Wir werden wieder mit der "Myrto" unterwegs sein, ein für die Ägäis gut ausgerüstetes, solides Schiff, dessen Eigner ich bin. Einzelheiten finden Sie in der
Beschreibung der Myrto.

Natürlich ist es schwer, vorherzusagen, wie der Törn ablaufen wird. Wenn Wind und Wetter mitspielen, dann könnte er so, wie im vergangen Jahr ablaufen.

Am Sonntag werden von Frankfurt nach Athen fliegen. Die "Myrto" liegt im Yachthafen Kalamaki in der Nähe des Flughafens von Athen. Unsere erste Station könnte Perdika - ein kleiner Fischerhafen - auf der Insel
Aigina sein. Von hier geht´s weiter nach Idhra, einer der schönsten Inseln im Soronischen Golf. Die Straßen sind hier so eng, dass kein Auto darin verkehren kann! Eine Wohltat für unsere Verhältnisse.

Von Idhra aus könnten wir entweder weiter nach Süden an der Ostküste des Peloponnes entlang segeln bis nach
Monemvasia, oder aber nach Norden zu der ebenfalls sehenswerten Stadt Navplion, der Hauptstadt der Agrolis. Letzlich wird das der Wind entscheiden.

Unsere nächsten Stationen könnten
Porto Cheli sein, das mit seinen Buchten zum Ankern und Schwimmen einlädt und Spetsai, einer kleinen Insel, wo man beim Abendspaziergang noch mal richtig die Mopeds knattern hören kann, bevor es dann über das ruhige, beschaulich-schönen Idhra zur Hafenstadt Poros geht. Poros ist um einen kleinen Berg gruppiert, fast wie aus dem Bilderbuch.

Die nächste Etappe könnte
Epidauros sein. Wir sollten uns die Zeit nehmen, das 2500 Jahre alte Theater zu besuchen. Es bietet - auch heute gibt es noch Aufführungen darin - rund 12500 Menschen Platz. Es hat eine so gute Akustik, dass man auf der Bühne eine Stecknadel fallen hören kann - ohne Verstärkeranlage.

Im vergangenen Jahr segelten wir dann weiter nach Korfos, eine kleines Städtchen mit einer hervorragenden Fischkneipe. Von hier aus traten wir dann die Heimreise nach Athen an - mit einem erneuten Zwischenstopp diesmal im Hauptort der Insel Aigina. Auf Wunsch der TeilnehmerInnen segelten wir früh los, so dass noch die Zeit war, die
Akropolis, das neue Museum und die Plaka mit einer wunderschonen Ouzo-Kneipe in Athen zu besichtigen. Am Samstag steigen wir wieder in den Flieger nach Frankfurt.

Die Landschaft ist ausgesprochen reizvoll. Um diese Jahreszeit - in Griechenland sagt man, es sei noch Winter - werden wir die ganze Gegend fast für uns alleine haben. Beim letzten Törn haben wir in den 14 Tagen nur eine einzige Segelyacht gesehen.

Besonders reizvoll ist um diese Jahreszeit das Erwachen der Tier- und Pflanzenwelt. Während bei uns noch richtig Winter ist - wie oft hat es an Ostern noch geschneit? - kann man in Griechenland an geschützten Stellen schon baden gehen. Das Wasser ist nach der allgemeinen Statistik 18 Grad warm. Gut, das ist nicht allzuviel, aber besser, als bei uns um diese Jahreszeit. Die durchschnittliche Mittagstemperatur beträgt um diese Zeit immerhin schon 19 Grad, die Nachttemperatur im langjährigen Durchschnitt 12 Grad. Nach den Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll die Sonne 8 Stunden täglich scheinen. Abweichungen nach oben oder unten sind natürlich möglich. Es empfiehlt sich also in jedem Falle, warme Kleidung mitzunehmen.

Einen Fotobericht gibt es
hier.
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